Sehenswürdigkeiten in Belgien
Bauwerke, Museen, Gedenkorte und Natur
Belgiens Sehenswürdigkeiten reichen von der Grand-Place und dem Atomium in Brüssel über den Genter Altar und die Belfriede der Kunststädte bis zu Waterloo und Bastogne. Im Süden kommen die Zitadellen im Maastal, die Grotten von Han und das Hochmoor des Hohen Venns hinzu.
Sehenswürdigkeiten und Naturziele
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Plätze und Bauwerke in den Städten
In Brüssel umschließen Rathaus, Maison du Roi und Zunfthäuser die Grand-Place, den zentralen Platz der Altstadt. Nach dem Beschuss durch französische Truppen im August 1695 wurden die Häuser am Platz in Stein wieder aufgebaut. Im Norden der Stadt steht auf dem Heysel-Gelände das Atomium, gebaut für die Weltausstellung 1958; seine oberste Kugel liegt 92 Meter hoch.
In den Kunststädten prägen Belfriede den Markt. In Brügge ist der Belfried 83 Meter hoch, 366 Stufen führen zum Glockenspiel mit 47 Glocken. In Namur steht dagegen ein runder Turm aus Kalkbruchstein, dessen Bau 1388 begann. Über Namur und Dinant erheben sich Zitadellen; die Zitadelle von Dinant steht mehr als 100 Meter über der Maas und entstand in ihrer heutigen Form zwischen 1818 und 1821.
Kunst und Museen
In Gent steht der Genter Altar der Brüder Hubert und Jan van Eyck, der 1432 in der heutigen St.-Bavo-Kathedrale aufgestellt wurde und dort bis heute zu sehen ist. In Brügge zeigt das Museum im Sankt-Jans-Hospital Werke von Hans Memling, in der Liebfrauenkirche steht die „Madonna mit Kind“ von Michelangelo.
In Antwerpen lebte und arbeitete Peter Paul Rubens, seine Gemälde hängen in der Liebfrauenkathedrale. Die frühere Druckerei Plantin-Moretus ist heute Museum und wird renoviert; wann sie wieder öffnet, steht auf der Antwerpen-Seite. In Brüssel liegen rund um die Place Royale das Musée Old Masters und das Magritte Museum. In Lüttich zeigt La Boverie die Sammlung des Lütticher Museums der Schönen Künste, im Grand Curtius sind die Sammlungen von sechs Museen zusammengeführt.
Geschichte und Gedenkorte
Südlich von Brüssel erlitt Napoleon am 18. Juni 1815 bei Waterloo seine endgültige Niederlage. Mémorial 1815, Panorama, Löwenhügel und der Hof Hougoumont gehören zu einem gemeinsamen Besuch. Im Westen Flanderns erinnern die Flanders Fields an den Ersten Weltkrieg: In Ypern erklingt jeden Abend am Menenpoort der Last Post, das In Flanders Fields Museum widmet sich dem Krieg.
Die Ardennenschlacht im Winter 1944 steht im Mittelpunkt des Bastogne War Museum am Mardasson-Hügel, zu dem die War Rooms in der Stadt und das frühere Schlachtfeld im Bois Jacques gehören. In La Roche-en-Ardenne erinnert ein Museum an dieselben Kämpfe. Weit älter sind die Dolmen und Menhire bei Wéris, das zur Gemeinde Durbuy gehört.
Natur, Höhlen und Tierpark
Das Hohe Venn ist ein Hochmoorplateau nahe der Grenze zu Deutschland. Holzstege führen über das Moor, am Signal de Botrange liegt mit 694 Metern der höchste Punkt Belgiens. Bei Brandgefahr gelten Sperrungen; welche Teile zugänglich sind, steht auf der Seite zum Hohen Venn.
In den Ardennen verbinden die Grotten von Han in Han-sur-Lesse eine Tropfsteinhöhle mit unterirdischem Fluss und einen Wildtierpark von 250 Hektar. Bei Dinant zieht sich das Maastal zwischen hohen Kalkfelsen entlang, an der Ourthe bei La Roche-en-Ardenne werden Kajakfahrten angeboten und Wanderwege führen in die Wälder. An der Küste liegt bei Knokke-Heist das Naturgebiet Zwin mit seinen Gezeitenrinnen.
Pairi Daiza ist dagegen ein angelegter Tier- und Pflanzenpark: In Brugelette im Hennegau verteilen sich auf 80 Hektar Themenwelten mit Tieren, Gärten und Bauten aus verschiedenen Weltregionen. Wo die Ziele zueinander liegen, zeigt die Belgien-Karte.