Camping in Belgien
Küste, Ardennen und Wohnmobil
Campingplätze an der Küste liegen nah an Strand und Küstenstraßenbahn, in den Ardennen an Flüssen und Wanderwegen. Sterne, Bezeichnungen und Stellplatzregeln legen Flandern und Wallonien jeweils selbst fest.
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Camping an der Küste
Die Campingplätze an der Küste verteilen sich auf die Badeorte und ihr Umland zwischen der französischen und der niederländischen Grenze. Für die Wahl eines Platzes zählen der Weg zum Strand, die nächste Haltestelle der Küstenstraßenbahn von De Lijn und bei der Anreise mit dem Zug die Entfernung zum Bahnhof. Eine Übersicht der Plätze an der Küste veröffentlicht der westflämische Tourismusverband Westtoer auf dekust.be.
Die Strandregeln für Hunde unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Beispiele aus mehreren Badeorten stehen auf der Seite Ferienhaus.
Camping in den Ardennen
In den Ardennen liegen Campingplätze an Flüssen wie der Semois und in der Nähe von Wander- und Radwegen. Neben Plätzen für Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil gibt es Camping auf dem Bauernhof sowie Unterkünfte wie Hütten, Tipis oder Safarizelte. Nicht jeder Ort hat einen Bahnhof, für Einkauf und Ausflüge ist deshalb oft das Auto nötig. Campingplätze in Wallonien stellt VISITWallonia auf seiner deutschsprachigen Website vor.
Auswahl und Klassifizierung
In Flandern ist „camping“ eine geschützte Bezeichnung. Ein Campingplatz muss mindestens 30 Stellplätze für Touristen haben oder mindestens 15 Prozent seiner Plätze an Touristen vergeben. Mindestens 85 Prozent dieser Stellplätze haben einen eigenen Stromanschluss, und für Wohnmobile gibt es eine befestigte Stelle zum Wasserfassen und Entsorgen. Die Anerkennung durch Toerisme Vlaanderen ist freiwillig. Ein anerkannter Platz erhält ein bis fünf Sterne, die Komfort, Einrichtungen und Dienstleistungen beschreiben, nicht die Lage. Ob ein Platz angemeldet und eingestuft ist, zeigt das Logiesregister von Toerisme Vlaanderen.
Im französischsprachigen Wallonien muss jeder Campingplatz vor der Vermietung registriert sein. Die Bezeichnung Camping touristique setzt eine freiwillige Zertifizierung voraus, eine Einstufung in Kategorien gibt es seit dem 1. Juli 2025 nicht mehr. Registrierte Unterkünfte nennt die öffentliche Liste von Tourisme Wallonie.
Wohnmobil und Stellplätze
Auch „camperterrein“ ist in Flandern eine geschützte Bezeichnung. Ein solcher Stellplatz besteht nur aus Wohnmobilplätzen oder liegt als zusammenhängende Gruppe von mindestens acht Plätzen auf einem Campingplatz oder in einem Ferienpark. Bei mehr als acht Plätzen gehören eine befestigte Ver- und Entsorgungsstelle und für mindestens die Hälfte der Plätze ein Stromanschluss dazu. Sterne erhalten Wohnmobilstellplätze nicht.
In Wallonien bieten die meisten öffentlichen Wohnmobilplätze mindestens Trinkwasser und eine Entsorgung für Grau- und Schwarzwasser. Für die Nacht eignen sich auch bei einem kurzen Halt ein öffentlicher Stellplatz oder ein Campingplatz. Abwasser gehört nicht in Rinnsteine oder Gullys, weil nicht jedes Regenwassernetz an eine Kläranlage angeschlossen ist.
Ob Maut und Umweltzonen ein Wohnmobil betreffen, hängt von Gewicht, Fahrzeugklasse und Abgasnorm ab. Einzelheiten stehen auf den Seiten Maut und Umweltzonen.
Biwakzonen in Flandern
In Flandern ist es nicht erlaubt, das Zelt einfach in der freien Natur aufzustellen. Die flämische Natur- und Forstbehörde Natuur en Bos weist dafür Biwakzonen aus: kleine Plätze in Naturgebieten, die nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Dort dürfen höchstens drei Zelte mit zusammen höchstens zehn Personen stehen, für eine Nacht zwischen 18 und 10 Uhr. Für die Biwakzonen von Natuur en Bos ist eine kostenlose Reservierung nötig. Ein Feuer ist nur in einer vorhandenen Feuerschale erlaubt und bei erhöhter Brandgefahr verboten.