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Gent

Stadt an Leie und Schelde mit dem Genter Altar

Gent ist eine Stadt in Ostflandern, die über Leie, Schelde und mehrere Kanäle auch mit dem Boot erreichbar ist. In der St.-Bavo-Kathedrale ist der 1432 enthüllte Genter Altar zu sehen; Grafenburg, Belfried und St.-Nikolaus-Kirche prägen die weitgehend autofreie Innenstadt.

Stufengiebel in der Altstadt von Gent
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Gent an Leie und Schelde

Gent liegt in der Provinz Ostflandern in Flandern, zwischen Brügge im Westen und Antwerpen im Nordosten. Das Wasser bestimmt die Lage der Stadt: Leie und Schelde sowie die Kanäle Gent-Terneuzen und Gent-Ostende verbinden sie mit dem Umland, eigene Boote können Gent auf diesen Wasserstraßen erreichen. In der Stadt fahren verschiedene Reedereien Rundfahrten auf den Binnengewässern.

Genter Altar und St.-Bavo-Kathedrale

Der Genter Altar, mit vollem Titel „Die Anbetung des Lamm Gottes“, stammt von den Brüdern van Eyck und wurde 1432 enthüllt. Er ist im Besucherzentrum der St.-Bavo-Kathedrale zu sehen. Der obere Teil der Festtagsseite wird restauriert. Dienstags bis freitags lässt sich die Arbeit der Restauratoren im Museum für Schöne Künste (MSK) beobachten; an Wochenenden und Feiertagen sind die Tafeln dort für das Publikum sichtbar aufgestellt.

Die Kathedrale steht an der Stelle einer romanischen Kirche, deren Mittelschiff in der Krypta erhalten ist. Im 15. Jahrhundert begann der Bau einer größeren gotischen Kirche, der 1559 abgeschlossen wurde. Im selben Jahr wurde sie zur Kathedrale des Bistums Gent.

Grafenburg, Belfried und St.-Nikolaus-Kirche

Die Grafenburg (Gravensteen) ließ Graf Philipp von Elsass 1180 erbauen, so steht es in der Inschrift über dem Tor. Ende des 18. Jahrhunderts ging sie in private Hände über und wurde zu einem Industriekomplex umgebaut.

Über dem Belfried wacht ein Drache, Symbol und Maskottchen der Stadt. Der Turm steht für Wohlstand und Unabhängigkeit Gents; die angebaute Tuchhalle wurde 1907 fertiggestellt, an ihrer Ecke liegt die frühere Gefängniswärterwohnung. Die St.-Nikolaus-Kirche am Korenmarkt entstand im 13. Jahrhundert aus Blaustein aus Tournai im Stil der Scheldegotik.

Museen und Viertel

Das Museum für Schöne Künste zeigt eine Sammlung, die von Bosch bis Magritte reicht. Das Städtische Museum für Aktuelle Kunst S.M.A.K. widmet sich der zeitgenössischen Kunst mit wechselnden internationalen Ausstellungen. Die Stadtgeschichte erzählt das STAM, das Genter Stadtmuseum, und das Museum Dr. Guislain behandelt die Geschichte der Psychiatrie.

Das Kunstzentrum Vooruit mit seinem Art-déco-Café ist rund hundert Jahre alt und bietet Bühnenkunst und Musik. Street Art findet sich im Werregarenstraatje, auch „Graffitigasse“ genannt, einer Freizone für Street-Art-Künstler.

Unterwegs, Anreise und Umweltzone

Die Innenstadt ist verkehrsfrei und auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet. Busse und Straßenbahnen erschließen die Stadt und fahren von den beiden Bahnhöfen ins Zentrum. Am Stadtrand liegen kostenlose P+R-Parkplätze mit Anschluss an Straßenbahn und Bus.

Innerhalb der Ringstraße gilt eine Umweltzone; in Flandern hat außer Gent nur Antwerpen eine solche Zone. Was Fahrer aus dem Ausland beachten müssen, steht unter Umweltzonen. Zur Auswahl an Unterkünften gehören Bed and Breakfasts, Hotels, Hostels und Apartments; Hinweise dazu bietet die Seite Unterkunft. Weitere Städte stehen unter Orte.