Regionen in Belgien
Verwaltungsregionen und Reisegebiete im Vergleich
Belgien hat drei Regionen: Flandern, Wallonien und Brüssel. Für die Reise zählen die Landschaften, im Norden Küste und Kunststädte, im Süden und Osten Maastal, Ardennen und Hohes Venn.
Regionen und Reisegebiete
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Drei Regionen und vier Sprachgebiete
Belgien ist ein Bundesstaat aus Gemeinschaften und Regionen. Von Norden nach Süden folgen die Flämische Region, die Region Brüssel-Hauptstadt und die Wallonische Region aufeinander. Amtssprachen sind Niederländisch, Französisch und Deutsch. Daneben unterscheidet die Verfassung vier Sprachgebiete: das niederländische, das französische und das deutsche Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt. Jede Gemeinde gehört genau einem dieser Gebiete an.
Regionen und Sprachgebiete decken sich deshalb nicht vollständig. Die Wallonische Region umfasst sowohl das französische als auch das deutsche Sprachgebiet. Für die Reise hat das praktische Folgen, denn viele Orte tragen mehrere Namen: Lüttich heißt auf Französisch Liège und auf Niederländisch Luik, Brügge auf Niederländisch Brugge. Wer mit Karte oder Navigationsgerät plant, kommt mit beiden Namensformen schneller zum Ziel.
Flandern mit Küste und Kunststädten
Zur Flämischen Region gehören die Provinzen Antwerpen, Flämisch-Brabant, Limburg, Ostflandern und Westflandern. Für die Reiseplanung lassen sich hier zwei Aufgaben unterscheiden. Flandern steht zum einen für Städtereisen nach Brügge, Gent, Antwerpen, Leuven oder Mechelen. Zum anderen gehören Ypern und die Flanders Fields im Westen sowie Radregionen wie die Flämischen Ardennen dazu.
Die Küste ist ein eigenes Reiseziel. Auf einen Dünenstreifen folgt landeinwärts flaches, trockengelegtes Marschland. Badeorte wie Ostende, De Haan, Blankenberge und Knokke-Heist eignen sich für einen Ferienaufenthalt am Meer, von dem aus sich Brügge als Tagesziel besuchen lässt. Weiter östlich prägen Heide, Wälder und Weiher das Kempenland.
Wallonien, Ardennen und Ostbelgien
Die Wallonische Region umfasst die Provinzen Hennegau, Lüttich, Luxemburg, Namur und Wallonisch-Brabant. In Wallonien liegen die Städte an der Maas: Namur, Dinant und Lüttich. Südlich der Linie von Sambre und Maas liegt Hochbelgien, der waldreichste Teil des Landes. Die Täler von Maas und Ourthe ziehen viele Besucher an, in der Gegend von Fagne und Famenne liegen die Höhlen von Han-sur-Lesse und Remouchamps.
Weiter südlich folgen die Ardennen mit tief eingeschnittenen Tälern und ausgedehnten Wäldern; sie setzen sich in Luxemburg und Frankreich fort. Kleinstädte wie Durbuy und La Roche-en-Ardenne sind Ausgangspunkte für Wanderungen und Ferienhausurlaub. Im Osten liegt das Hohe Venn mit dem Signal de Botrange, mit 694 Metern der höchste Punkt Belgiens. Politisch ist Ostbelgien die Deutschsprachige Gemeinschaft; ihre Gemeinden liegen in der Provinz Lüttich und gehören zur Wallonischen Region. Das touristische Ostbelgien schließt auch das französischsprachige Malmedy und Waimes ein.
Brüssel als eigene Region
Die Region Brüssel-Hauptstadt gehört keiner Provinz an und ist offiziell zweisprachig. Sie umfasst 19 Gemeinden. Die Stadt Brüssel mit der Altstadt rund um die Grand-Place, auf Niederländisch Grote Markt, ist nur eine davon. Ixelles, Saint-Gilles oder Schaerbeek sind eigenständige Gemeinden derselben Region.
Für eine Städtereise spielt die Grenze zwischen Stadt und Region kaum eine Rolle. Sie zeigt sich aber bei Regeln wie den Umweltzonen: Brüssel hat eine eigene Umweltzone für die gesamte Region, in Flandern gibt es Umweltzonen nur in Antwerpen und Gent. Wer mit dem eigenen Auto anreist, prüft deshalb die Vorgaben am konkreten Ziel.