Lüttich
Stadt an der Maas mit Altstadt, Museen und Bahnhof
Lüttich (Liège) ist eine Stadt an der Maas in Wallonien. Die Altstadt mit dem Palast der Fürstbischöfe, Kirchen und Museen liegt nahe den Hängen der Zitadelle. Der Bahnhof Guillemins von Santiago Calatrava und das Kunstmuseum La Boverie prägen das neuere Lüttich, ICE-Züge verbinden die Stadt mit Köln und Aachen.
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Lüttich an der Maas
Lüttich (Liège) ist eine Stadt an der Maas in Wallonien und Sitz der Provinzregierung der Provinz Lüttich. Für einen Besuch teilt sich die Stadt in zwei Bereiche: die historische Altstadt mit dem Palast der Fürstbischöfe und den Hängen der Zitadelle sowie das Viertel um den Bahnhof Guillemins und den Park La Boverie. Über Museen, Führungen und Veranstaltungen informiert das Tourismusbüro Lüttich.
Altstadt mit Palast und Zitadellenhängen
Der Palast der Fürstbischöfe an der Place Saint-Lambert beherbergt heute den Justizpalast und die Provinzregierung. Eine erste Residenz ließ Bischof Notger um das Jahr 1000 errichten, die heutige Gestalt geht auf Fürstbischof Erhard von der Mark (1526) zurück. Der erste Innenhof ist von Galerien umgeben, deren 60 Säulen alle unterschiedlich verziert sind.
Die Treppe Montagne de Bueren führt mit 374 Stufen von der Innenstadt zur Zitadelle. Sie erinnert an den Handstreich von 600 Einwohnern aus Franchimont, die 1468 Karl den Kühnen und Ludwig XI. gefangen nehmen wollten. Die Hänge der Zitadelle verbinden Grünflächen, Terrassen und Reste der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, fünf markierte Wege erschließen sie mit Blick über das Maastal.
Im Grand Curtius sind die Sammlungen von sechs Museen auf mehr als 5000 Quadratmetern zusammengeführt, darunter Waffen, Archäologie, Kunstgewerbe und maasländische Kunst. Die Kirche Saint-Jacques gehörte zu einer 1015 gegründeten Benediktinerabtei und wurde im 16. Jahrhundert spätgotisch mit vollständig bemaltem Gewölbe neu gebaut.
Guillemins und La Boverie
Der Bahnhof Liège-Guillemins ist ein Werk des Architekten Santiago Calatrava. Das weiße Bauwerk mit seinem großen Glasdach ist 40 Meter hoch und wurde 2009 nach mehr als zehn Jahren Bauzeit bei laufendem Betrieb fertiggestellt. Der Name geht auf den Orden der Guillemiten zurück, der sich im Mittelalter in diesem Viertel niederließ.
Vom Bahnhof führt eine Achse über eine Fuß- und Radwegbrücke zum Park La Boverie. Das Museum La Boverie entstand aus dem Palais des Beaux-Arts der Weltausstellung von 1905 und öffnete 2016 nach dem Umbau durch Rudy Ricciotti. Die Sammlung des Lütticher Museums der Schönen Künste zeigt Werke von Lambert Lombard bis Ingres, Gauguin, Chagall, Picasso und Magritte, im oberen Stockwerk finden Wechselausstellungen statt, teils in Partnerschaft mit dem Louvre.
Lütticher Waffeln und Spezialitäten
Die Lütticher Waffel und der Café Liégeois sind die bekanntesten Spezialitäten der Stadt. Dazu kommen der Lacquemant, eine dünne gefüllte Waffel mit Kandiszuckersirup, die Fleischbällchen Boulets mit Fritten, die mit Majoran gewürzte Boudin blanc und der Buchweizenpfannkuchen Boukète. Pèkèt, im Wallonischen das Wort für Wacholderbeeren, wird überall in der Stadt ausgeschenkt, besonders beim Volksfest am 15. August. Mehr zur Küche des Landes steht unter Essen und Trinken.
Anreise mit dem ICE
Aus Deutschland ist Liège-Guillemins mit dem ICE über Aachen erreichbar. Seit dem 7. September 2026 fährt zusätzlich eine ICE-Direktverbindung der Deutschen Bahn von Köln über Aachen und Lüttich nach Leuven, zum Flughafen Brüssel und nach Antwerpen. Hinweise zu Bahn, Auto und Fernbus stehen unter Anreise und Unterwegs in Belgien.
Ausflüge ab Lüttich
Lüttich eignet sich als Ausgangspunkt für Ziele im Südosten wie den Kurort Spa und das Hohe Venn. Weiter südlich liegen die Ardennen mit Orten wie Durbuy, an der Maas flussaufwärts Namur. Weitere Städte zeigt die Übersicht der Orte in Belgien.