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Praktische Reiseinformationen für Belgien

Sprachen, Feiertage, Einreise und Verkehr

Belgien hat drei Amtssprachen und vier Sprachgebiete, Hauptstadt ist Brüssel. Für die Reise zählen gültige Ausweise, bei Hund oder Katze der Heimtierausweis und am Steuer die belgischen Verkehrsregeln.

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Hauptstadt und Sprachen

Brüssel ist nach der Verfassung die Hauptstadt Belgiens und Sitz der Föderalregierung. Belgien ist ein Bundesstaat mit drei Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch. Nach der Sprache gliedert sich das Land in drei Gemeinschaften, die Flämische, die Französische und die Deutschsprachige. Daneben gibt es drei Regionen: die Flämische Region, die Region Brüssel-Hauptstadt und die Wallonische Region.

Die Verfassung teilt das Land in vier Sprachgebiete: das niederländische, das französische und das deutsche Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt. Jede Gemeinde gehört zu einem dieser Gebiete. Im Norden des Landes ist deshalb Niederländisch die Sprache des Alltags, im Süden Französisch, in Brüssel sind es beide Sprachen und in Ostbelgien an der Grenze zu Deutschland Deutsch. Viele Orte tragen je nach Sprache verschiedene Namen: Lüttich heißt auf Französisch Liège und auf Niederländisch Luik, Brügge auf Niederländisch Brugge.

Gesetzliche Feiertage

Belgien hat zehn gesetzliche Feiertage: den 1. Januar, Ostermontag, den 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, den 21. Juli, den 15. August, den 1. November, den 11. November und den 25. Dezember. An diesen Tagen dürfen Arbeitnehmer grundsätzlich nicht beschäftigt werden. Ausnahmen gelten in Bereichen, in denen auch Arbeit am Sonntag erlaubt ist. Ob ein Geschäft, ein Museum oder ein Restaurant an einem Feiertag geöffnet hat, ist deshalb von Betrieb zu Betrieb verschieden.

Für das Personal der föderalen Verwaltung sind zusätzlich der 2. November, der 15. November und der 26. Dezember arbeitsfrei. Für die Wahl der Reisezeit zählen neben den Feiertagen auch Klima und Wetter, beschrieben auf der Seite Wetter.

Einreise und Haustiere

Deutsche Staatsangehörige können mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis, vorläufigem Personalausweis oder Kinderreisepass nach Belgien einreisen. Mit Ausnahme des vorläufigen Personalausweises dürfen diese Dokumente seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein. Besondere Bestimmungen für Minderjährige sind nicht bekannt. Diese Angaben gelten für deutsche Staatsangehörige, nicht für jede Person mit Wohnsitz in Deutschland.

Belgien gehört zum Schengenraum, an seinen Binnengrenzen wird grundsätzlich nicht kontrolliert. Im Oktober 2026 finden an der deutsch-belgischen Grenze dennoch Kontrollen statt, an wechselnden Orten und zu wechselnden Zeiten. Ein nationales Ausweisdokument gehört deshalb bei jeder Fahrt dazu. Die jeweils geltenden Reise- und Sicherheitshinweise veröffentlicht das Auswärtige Amt.

Hunde, Katzen und Frettchen brauchen für die Einreise aus einem EU-Land einen Mikrochip, einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. Eine Tätowierung genügt nur, wenn sie vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde und lesbar ist. Die erste Tollwutimpfung wirkt frühestens nach 21 Tagen, Tiere können deshalb frühestens im Alter von 15 Wochen einreisen. Bei mehr als fünf Tieren gelten andere Regeln. Zuständig ist die belgische Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK).

Verkehrsregeln für Autofahrer

Der deutsche Führerschein wird in Belgien anerkannt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Brüssel, Antwerpen und Gent haben Umweltzonen, in denen Kameras die Kennzeichen aller Fahrzeuge erfassen. Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen müssen dort kostenlos registriert sein, und zwar für jede der drei Städte gesondert. Welche Fahrzeuge einfahren dürfen und wie die Anmeldung abläuft, steht auf der Seite Umweltzonen, was für Straßenbenutzung und Gebühren gilt, unter Maut.

Streiks und Protestaktionen können den öffentlichen Verkehr beeinträchtigen, betroffen sind etwa die Bahn SNCB und die Brüsseler Verkehrsbetriebe STIB. Die Wege nach Belgien beschreibt die Seite Anreise, Bahn, Bus und Straßenbahn im Land die Seite Unterwegs in Belgien.

Geld und Notruf

In Belgien wird mit dem Euro bezahlt. Bargeld gibt es an Geldautomaten, Girocard und Kreditkarten werden weithin angenommen.

Unter der Notrufnummer 112 sind Rettungsdienst und Feuerwehr erreichbar, die Nummer ist europaweit kostenlos. Die Polizei hat in dringenden Fällen die Nummer 101. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreicht man unter 1733.