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Brügge

Hansestadt mit Grachten, Belfried und Beginenhof

Brügge ist eine Stadt in Westflandern, deren mittelalterlicher Kern seit der Blütezeit im 15. Jahrhundert weitgehend erhalten ist und zum UNESCO-Welterbe gehört. Grachten, Markt und Belfried, der Beginenhof und Werke der Flämischen Primitiven prägen einen Besuch; mit Zeebrugge reicht die Stadt bis an die Nordsee.

Rozenhoedkaai in Brügge mit Blick auf den Belfried
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Brügge als Handels- und Welterbestadt

Brügge (niederländisch Brugge) liegt in der Provinz Westflandern im Westen von Flandern. Zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert war die Stadt ein Handelsknotenpunkt zwischen den Hansestädten im Norden, England und Deutschland sowie den Handelsplätzen in Frankreich, Spanien und Italien. Kanäle verbanden Brügge mit dem Meer. Im 15. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit, und der Großteil des mittelalterlichen Stadtkerns ist seither nahezu intakt geblieben. Dieser historische Stadtkern gehört zum UNESCO-Welterbe. Seit dem Frühjahr 2023 zählen außerdem Brügger Archivdokumente zur Hanse zum UNESCO-Programm „Memory of the World“.

Markt, Burg und Belfried

Den Markt überragt der 83 Meter hohe Belfried. Er entstand zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert; nach einem Brand im Jahr 1280 wurde er weiter ausgebaut und erhielt 1482-1486 seinen achteckigen Aufsatz aus Brabanter Sandstein. 366 Stufen führen hinauf, oben hängt ein Glockenspiel mit 47 Glocken.

Der Burgplatz (Burg) ist seit Jahrhunderten das Zentrum der städtischen Macht.

Grachten, Beginenhof und Minnewater

Die Grachten ziehen sich in Bögen durch die Altstadt. Bootsfahrten auf den Kanälen finden von März bis Oktober täglich statt; je nach Wetter und Nachfrage können die Abfahrtszeiten abweichen. Zu den bekannten Uferpartien gehört der Rozenhoedkaai (Rosenkranzkai).

Der Fürstliche Beginenhof Ten Wijngaerde wurde 1245 gegründet; 1998 erkannte die UNESCO ihn zusammen mit zwölf weiteren flämischen Beginenhöfen als Welterbe an. Weiß getünchte Häuser umgeben einen Klostergarten. Das Minnewater trägt den Beinamen „See der Liebe“. Über die Innenstadt verteilt liegen außerdem die Godshuizen (Stiftungshäuser), jahrhundertealte Wohnhöfe.

Liebfrauenkirche und Sankt-Jans-Hospital

Der Turm der Liebfrauenkirche ist 115,5 Meter hoch und bestimmt zusammen mit dem Belfried und der Sankt-Salvator-Kathedrale die Silhouette der Stadt. Im Inneren stehen die „Madonna mit Kind“ von Michelangelo sowie die Grabmäler Karls des Kühnen und Marias von Burgund.

Im 15. Jahrhundert ließen sich Jan van Eyck und Hans Memling in Brügge nieder. Werke Memlings zeigt das Museum im Sankt-Jans-Hospital, dessen Gebäude auf das 12. Jahrhundert zurückgeht.

Anreise, Parken und Ausflüge

Vom Bahnhof Brugge ist das historische Zentrum zu Fuß erreichbar. Im gesamten Zentrum ist das Parken kostenpflichtig; kostenlose Parkplätze liegen am Rand der Innenstadt und an Park-and-Ride-Plätzen.

Mit Zeebrugge hat Brügge einen eigenen Strand. Die Belgische Küste mit Badeorten wie Ostende bietet sich daher für einen Tag am Meer an. Im Umland liegen außerdem Damme und Ypern, östlich von Brügge Gent. Hinweise zur Wahl des Quartiers stehen unter Unterkunft, weitere Städte unter Orte.