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Spa

Bäderstadt mit Thermen und Quellen am Hohen Venn

Spa ist eine Bäderstadt in der Provinz Lüttich, deren Name im Englischen zum Wort für Bäder und Thermen wurde. Seit 2021 gehört sie zu den elf Great Spa Towns of Europe im UNESCO-Welterbe. Die Thermen auf dem Hügel, Quellen wie der Pouhon Pierre-le-Grand und das nahe Hohe Venn bestimmen einen Besuch.

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Spa, Bäderstadt in der Provinz Lüttich

Spa ist eine Stadt in der Provinz Lüttich in Wallonien, bekannt für ihre Mineral- und Thermalquellen. Seit Juli 2021 gehört Spa als eine der elf Great Spa Towns of Europe zum UNESCO-Welterbe, zusammen mit Bäderstädten wie Bath, Vichy und Montecatini Terme. Im Englischen und einigen anderen Sprachen ist der Name der Stadt zum Gattungsbegriff für Bäder und Thermen geworden. Auskünfte gibt die Maison du Tourisme Spa-Hautes Fagnes-Ardennes, deren Tourismusbüro im Pouhon Pierre-le-Grand untergebracht ist.

Geschichte des Kurorts

Seinen Aufstieg erlebte Spa ab dem 16. Jahrhundert, als der Ruf der Quellen einen regen Handel auslöste. Kurgäste tranken damals große Mengen des stark mineralisierten Wassers, und schon im 16. Jahrhundert wurde das Wasser in die Nachbarregionen und später in ganz Europa ausgeführt. Im 18. Jahrhundert trafen sich hier Adel und Bürgertum aus ganz Europa. Kaiser Joseph II. nannte die Stadt nach seinem Besuch 1781 das „Café de l'Europe“, zu den Gästen zählten Zar Peter der Große, Victor Hugo und Alexandre Dumas der Ältere. Im August 1807 verwüstete ein Brand das Stadtzentrum.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein großer Teil des heutigen Stadtbilds: 1862 das Bädergebäude, das 1868 öffnete, 1878 die Galerie Léopold II, 1880 der Pouhon Pierre-le-Grand, 1886 die Kirche Saint-Remacle und 1892 der Lac de Warfaaz. Königin Marie-Henriette lebte mehrere Jahre in Spa und starb hier 1902, eine Quelle trägt ihren Namen. Im Ersten Weltkrieg diente die Stadt der deutschen Armee als großes Lazarett. Im April 1921 wurde die Gesellschaft Spa Monopole gegründet, mit der der Handel mit dem Mineralwasser industrielle Ausmaße annahm.

Quellen und Thermen

Die heutigen Thermes de Spa auf dem Hügel Colline d'Annette et Lubin öffneten im März 2004. Den Bau entwarf der Architekt Strebelle, der auch die Place Saint-Lambert in Lüttich gestaltete. Neben den Thermalbädern gibt es Saunen, Hammams und Ruhebereiche sowie Anwendungen und Massagen, typisch für Spa sind kohlensäurehaltige Bäder. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Zentrum in Begleitung zugänglich.

In der Stadt ist der Pouhon Pierre-le-Grand die Hauptquelle und zugleich ein Baudenkmal. Mit der Geschichte der Bäderstadt befasst sich das Musée de la Ville d'eaux.

Hohes Venn und Rennstrecke

Auf dem Gebiet von Spa liegen Venngebiete wie die Fagne de Malchamps und das Gelände von Bérinzenne, östlich schließt das Hohe Venn an. Nach dem Brand im Hohen Venn, der am 14. August 2026 bei Baelen begann, wurde auch der Zugang zu diesen Gebieten und zu einem Aussichtsturm auf dem Stadtgebiet untersagt. Mitte September 2026 galt dieses Verbot weiterhin. Am 20. Oktober 2026 war das direkt betroffene Gebiet weiterhin geschlossen, große Teile des Plateaus waren zugänglich. Aktuelle Zugangsregeln nennt der SPW Environnement. Die Quellfassungen von Spa Monopole liegen mehr als zehn Kilometer vom Brandgebiet entfernt und waren nicht betroffen.

Südöstlich von Spa liegt bei Francorchamps, das zur Gemeinde Stavelot gehört, der Circuit de Spa-Francorchamps. Dort findet unter anderem der Große Preis von Belgien der Formel 1 statt, 2027 vom 23. bis 25. Juli.

Anreise und Umgebung

Mit dem Auto ist Spa über die Autobahn E42, Ausfahrt 8, oder die E25, Ausfahrt 45, erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Züge der SNCB und Busse der TEC. Allgemeine Hinweise stehen unter Unterwegs in Belgien. Spa lässt sich mit einem Aufenthalt in Lüttich oder in den Ardennen verbinden, weitere Ziele zeigt die Übersicht der Orte in Belgien.